Gemeinschaft

Postulatshaus

Seit 2001 ist unser Kloster Ausbildungshaus für die erste Stufe der Grundausbildung junger Männer, das Postulat. Zunächst fand hier nur die Ausbildung der Interessenten aus der Sächsischen Franziskanerprovinz statt.

Seit 2006 wurden die Postulanten aus allen vier deutschen Franziskanerprovinzen (Saxonia, Bavaria, Thuringia und Colonia) bei uns ausgebildet. Auch nach der Vereinigung der vier Provinzen zur Deutschen Franziskanerprovinz ist unser Haus Ausbildungsort für das Postulat geblieben.

Für ein Jahr leben die Postulanten bei uns mit, arbeiten an verschiedenen Praktikumsstellen, üben sich ein in unsere franziskanische Spiritualität und probieren, ob unser Lebensmodell für sie passt. Dies dient der Vorbereitung für die Aufnahme in den Franziskanerorden und das anschließende Noviziat.

 

"Franziskus scheute sich nicht, dort hin zu gehen, wo niemand hin wollte"

Bruder Marco 2015 in Berlin Pankow

Bruder Marco hatte als Postulant 2014/2015 ein Jahr in Berlin Pankow gelebt. Heute lebt er als junger Bruder in Ohrbeck.

Marco Nobis kommt aus Köln, und hat vor seinem Ordenseintritt an der "Katholischen Hochschule Köln (KatHO)" Soziale Arbeit studiert.

"Franziskus fasziniert mich, weil er so menschlich und einfach gelebt und gewirkt hat und so seinem Ruf Gottes gefolgt ist. Durch seinen einfachen aber umso mehr wertvollen Dienst am Menschen und seiner Hingabe für den Menschen als Nachfolge Christi hat er für mich den Aspekt des menschlichen Zusammenlebens noch mal neu geprägt und meinen Blick geweitet, gerade auch auf mein Studium, da ich dort einige Kenntnisse und Themen mit anderen Augen sehe, als noch zu Beginn.

Und Franziskus scheute auch nicht, dort hin zu gehen, wo niemand hin wollte, was für mich ein großes interessantes Abenteuer ist, welches ich selbst im Postulat erleben durfte und mich sehr wohl gefühlt habe. Zum Einen habe ich ein Leben in persönlicher Einfachheit und Gemeinschaft erlebt, zum Anderen ganz aktuell die Nöte der Menschen in ihren Grundbedürfnissen, durch mein Praktikum in der Suppenküche und Kleiderkammer hier in Pankow. Wie wichtig eine Suppe und warme Kleidung sein kann, und darüber hinaus ein achtungsvoller und würdevoller Umgang ist zeigt sich hier sehr gut. Gleichzeitig habe ich mich selbst erfahren, wie ich ganz langsam gereift bin in meiner Gottesbeziehung und Entscheidung zum Ordensleben und mich freudige Momente aber auch Momente von Leere und Wüste prägten und weiterbrachten."

Mehr Informationen

Nähere Informationen zum Postulat finden Sie hier.